Kinder und Jugendschutz im ESV

 

2015 hat der ESV die Münchner Vereinbarung zum Kinderschutz unterzeichnet (s. dazu auch im Downloadbereich des ESV). Danach besteht die Verpflichtung, dass alle im ESV Tätigen (hauptamtliche wie ehrenamtliche Mitarbeiter), die Kontakt zu Kindern und Jugendlichen haben, eine besondere Sensibilität für innerhalb und außerhalb des ESV auftretenden Gefährdungssituationen entwickeln und „nicht-weg-schauen“. Alle ESVler müssen/sollen danach aktiv werden, wenn gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes/Jugendlichen durch Erziehungsberechtigte oder Dritte vorliegen bzw. vermutet werden.

Eine weitere Folge aus dieser Vereinbarung ist, dass alle im ESV Tätigen, die mindestens 16 Jahre alt sind, ein erweitertes Führungszeugnis (EF) vorlegen müssen. Diese Verpflichtung trifft auch Betreuer, die Kinder/Jugendliche auf Fahrten mit mindestens einer Übernachtung begleiten und betreuen.

 

Die Stadt München hat mit Wirkung ab Januar 2018 in Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgruppe, an der auch der ESV beteiligt war, einen verbindlichen Leitfaden zur Prävention sexualisierter Gewalt erstellt. Hintergrund ist, dass Sportvereine potentielle „Tatorte“ sind:

  • Im Sport ergeben sich häufig Umkleide- und Duschsituationen, teilweise gibt es in Sportanlagen keine ausreichend geschützten Kabinen für SportlerInnen
  • Sport ermöglicht Körperlichkeit und Nähe (z.B. durch Hilfestellungen) und damit Möglichkeiten zu Grenzüberschreitungen. Diese entstehen bspw. auf Autofahrten zum Training oder Wettkampf, die im organisierten Sport häufig vorkommen
  • Übernachtungssituationen: Auf der einen Seite sind sie ein bereicherndes Gemeinschaftserlebnis, auf der anderen Seite eine begünstigende Gelegenheit für Übergriffe
  • Täterinnen und Täter stammen häufig aus dem sozialen Nahraum, wodurch Kinder und Jugendliche eine enge Bindung zu ihnen haben
  • Spezifische Kleidung in bestimmten Sportarten kann eine Sexualisierung der Erscheinung von jungen Menschen befördern
  • Kompetenz- und Altersgefälle zwischen Trainerinnen und Trainern bzw. Funktionärinnen und Funktionären sowie Sportlerinnen: Unterlegene Kinder und Jugendliche nehmen Fehlverhalten des Überlegenen hin, da sie Angst haben, dass ihre Verdachtsäußerungen nicht geglaubt werden
  • Im leistungsorientierten Sport können leicht Machtverhältnisse entstehen
  • Abgeschirmte Situationen in der Halle bieten kaum Schutz
  • Einzelbesprechungen oder Einzeltrainings stellen für die potenzielle Täterin
  • und den potenziellen Täter eine Gelegenheit dar

 

Aber egal wie intensiv ein Verein Prävention betreibt, es kann nie ausgeschlossen werden, dass ein Fall von sexualisierter Gewalt auftritt. Dennoch kann man mögliche Gefahrensituationen reduzieren, Bewusstsein schärfen, leichte Beschwerdemöglichkeiten schaffen und eine Kultur des Hinsehens etablieren, denn dann ist das Risiko für alle Formen sexualisierter Gewalt signifikant geringer.

 

Prävention im ESV stellen wir uns daher wie folgt vor:

  • Transparenter Umgang mit dem möglichen Tatort Sportverein und den Gefahrensituationen
  • Soweit zeitlich und baulich möglich: Trennung von Kinder- und Jugendbereich vom Erwachsenenbereich. Im Erweiterungsbau gibt es reine Kinder-und Jugendkabine (EG) und reine Erwachsenenkabinen (OG).
  • Eltern haben zu den Umkleidebereichen von Kindern und Jugendlichen keinen Zutritt. Für die ganz Kleinen, die sich noch nicht alleine umziehen können, gibt es eine Eltern-Kind-Kabine im Neubau. Hier muss die Tür stets geöffnet sein.
  • Beschwerdemöglichkeit bei den vier auf der Delegiertenversammlung gewählten ehrenamtlichen Kinder-und Jugendschutzbeauftragten ( Adresse und Kontaktmöglichkeiten s. unten)
  • Verpflichtende Verhaltensrichtlinie, Selbstverpflichtungserklärung und erweitertes Führungszeugnis für alle Personen, die regelmäßig und nicht nur gelegentlich Kontakt zu Kindern und Jugendlichen haben. Personen, die das betrifft werden vom Hauptverein und/oder den Abteilungsleitungen angeschrieben.
  • Erweitertes Führungszeugnis muss alle 3 Jahre erneut vorgelegt werden.
  • TrainerInnen dürfen außer in Notsituationen die Umkleidekabinen von Kindern und Jugendlichen nicht betreten

 

Kinder-und Jugendschutzbeauftragte im ESV

  • Erreichbar unter kinderschutz@esv-muenchen.de.
  • Kinder-und Jugendschutzbeauftragte sind: Sylvia Doleschel, Jochen Kai, Christina Mayr, Frank Sonnweber
  • In Notfällen bitte an die Geschäftsführung des ESV wenden.
 
Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Durch den Besuch und die Nutzung dieser Seite stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu Datenschutzbestimmungen [x]